Do, 2. Okt 2008 12:16 Uhr
Unser Kammerchor wird am Samstag, dem 11. Oktober in der Stadtkirche zu Nossen sowie am Sonntag, dem 12. Oktober in der Dresdner Versöhnungskirche sein aktuelles a-cappella-Programm "B-A-C-H" vorstellen.
Höhepunkt dieses Projektes ist zweifellos die deutsche Erstaufführung von Hans Schanderls "Einmal wandelt Läuten durch mich hin" in der Version für gemischten Chor. Schanderl hatte die Vertonung eines Gedichtes der jüdischen Lyrikerin Gertrud Kolmar eigens für die etwa 30 Sängerinnen und Sänger unseres Kammerchors umgearbeitet, und „cantamus“ hatte das Werk im August im Rahmen ihrer Tournee durch Südschweden und Dänemark zur Uraufführung gebracht.
Zu dem Konzert am 12. Oktober in der Dresdner Versöhnungskirche wird Hans Schanderl persönlich anwesend sein. Er gehört zu den profiliertesten deutschen Komponisten seiner Generation und hat bereits Kompositionsaufträge u.a. des RIAS-Kammerchors, des Deutschen Musikrats und der Internationalen Bachakademie Stuttgart erhalten. Gerade mit seinen Chorwerken hat der Wahl-Berliner Aufmerksamkeit von Fachkreisen und Publikum erregt, wichtige Kompositionspreise gewonnen und mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Simon Halsey und Kurt Suttner sowie mit Ensembles wie dem Rundfunkchor Berlin oder dem Ensemble "Singer Pur" (Regensburg) zusammengearbeitet.
Hinter "B-A-C-H" verbirgt sich ein Konzertprogramm, das den Bogen von Werken älterer Vertreter der Bach-Familie über deren prominentestes Mitglied Johann Sebastian Bach und weiter über das 19. und 20. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart spannt. Unter anderem wird der Motette "Komm, Jesu, komm" des großen Thomaskantors die 2005 entstandene, höchst anspruchsvolle bis zu 24-stimmige Vertonung des gleichen Textes aus der Feder des Schweden Sven-David Sandström gegenübergestellt, der als einer der wichtigsten skandinavischen Gegenwartskomponisten gilt.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Link "Termine" unter "Aktuelles" auf dieser Internetseite.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse an diesem Programm und würden Sie sehr gern in einem der beiden Konzerte herzlich begrüßen.
Stefan Vanselow